Prof. Julian WekeI
 

1. Berufliche Entwicklung

11.3.1951 geboren in Hannover als Sohn des Architekten Rolf Wkel und seiner Frau Renate
1957—1961 Grundschule Hannover-Kleefeld
1961 — 1969 Humanistisches Kaiser Wilhelms Gymnasium Hannover, Abitur
1969 — 1974 WS 69 — SS 74 Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Wien, 1973 erstes Staatsexamen (Vordiplom)
1974 — 1976 WS 74 — SS 76 Studium der Architektur mit Vertiefung Städtebau an der Technischen Universität Berlin und Diplom (Prädikat: mit Auszeichnung); Diplomarbeit „Alternativen der Stadtteilentwicklungsplanung Hannover-Linden“); März 1975 bis März 1977 wissenschaftlicher Tutor am Institut für Wohnungsbau und Stadtteilplanung (Prof. Dr. U.E. Simonis), zeitgleich 1976/1 977 Mitarbeit in der Freien Planungsgruppe Berlin
1977— 1979 Mai 77 — Juli 79 Städtebaureferendariat beim Senator für Bauen und Wohnungswesen Berlin, darin, neben Ausbildungsabschnitten in Landes- und Bundesministerien, Auf baustudienkurs Urban Mangement Juli - Sept. 77 an der University of Manchester; große Staatsprüfungsarbeit „Gestaltungssatzung für das Frankfurter Bahnhofsviertel“ (vorgeschlagen für den Deubaupreis 1980); Staatsprüfung Prädikat: Sehr gut, Jahresbestenstipendium für USA- Studien/Forschungsreise März — Mai 81, Themenschwerpunkt: »Waterfrontdevelopment“;
1979 — 1987 Sept. 79 — April 87, Tätigkeit als Technischer Angestellter, Bau- und Oberbaurat im Landespianungsamt der Baubehörde Hamburg; Programmplanung und Verbindliche Bauleitplanung;
1987 — 1990 Mai 87 bis Juli 90 Leiter des Stadtplanungsamtes im Bezirks- amt Hamburg-Harburg (Baudirektor)
1990 — 1992 Aug. 90 bis Juli 92 Leiter des Fachbereiches Gesamtplanung im Planungsdezernat der Stadt Frankfurt/Main; dort u.a. Leiter der Projektgruppe »Consilium Stadtraum Main“ (Leitender Baud i rektor)
1992 — 2001 Aug. 92 bis Sept. 01 Abteilungsleiter in der Senatsveraltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz für „Raumordnung und Landesplanung“, nach deren Vereinigung mit der Städtebauabteilung „Stadtplanung und Stadtentwicklung“, nach deren Vereinigung mit der Abteilung Naturschutz und Freiraumplanung „Stadt- und Freiraumplanung“ (Leitender Senatsrat, Senatsdirigent)

2001 — 2003 seit Okt. 2001 beurlaubt für drei Jahre zur Wahrnehmung der Zeitprofessur „Entwerten und Regionalentwicklung“ am Fachbereich Architektur der Technischen Universität Darmstadt, Lehrveranstaltungen sowie Forschungs- und ehrenamtliche Planungs- bzw. Beratertätigkeit, Preisrichterund Gutachterfunktion

2. Besondere berufliche Aufgaben / Projekte

Hamburg: - Programmplanung für Stadtteile in Hamburg-Mitte
(Karolinenviertel, Neustadt, Rothenburgsort, Finkenwerder)
- Vorbereitende Planungen für Elbufer- und Hafenbereiche Vorläufer des Projekts Hafencity
- Konversionsprojekt Binnenhafen Harburg gefördert vom Bundesbauministerium (ex WoSt)
Frankfurt: - Erarbeitung der gesamtstädtischen Entwicklungskonzeption 90, strategische Stadtentwicklungsplanung und Umstrukturierung im Stadtraum Main (Consilium)
Berlin: - Aufbau einer gemeinsamen Landesplanung Berlin / Brandenburg
- Fachliche Gesamtverantwortung für alle städtebaulichen (seit 1999 auch landschaftsarchitektonischen) Planungen und
Stadtentwickl ungskonzeptionen des Senats von Berlin (Flächennutzungsplanung, Stadtentwicklungspläne, Städtebauliche Wettbewerbe, Bebauungsplanvertah renskonzeption, Hauptstadt- einrichtungen, neue Zentren (Potsdamer Platz, etc.), Großprojekte des Wohnungsbaues, Stadtforum, etc.)
- Strategische Planung für Stadterneuerungsprioritäten, Stadtteil- planung
- Entwicklung von Grundsätzen und Verfahrensnorrnen für die Qualifizierung von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf (Quartiersmanagement, Programm Soziale Stadt)
Darmstadt: Auswahl zu inhaltlichen Schwerpunkten in Forschung und Lehre (s. auch nachfolgende Darstellungen in Abschnitten III und IV):
- Neue Verlahrensformen und strategische Entwicklungsplanung im Rahmen der Aufgabenfelder „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau Ost“ (Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung)
- Stadtentwicklung durch Konversion
Osthafen Berlin, Hafen Lindenau Leipzig, Diplomaufgabe Gleisdreieck Berlin;
- Stadtregionale Entwicklung und informelle Planung im nachbarkommunalen Dialog (Rhein-Main; Berlin-Brandenburg)
- Perspektiven formeller Planungsinstrumente, insbesondere Flächennutzungsplanung, angesichts gewandelter
Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung (Senat Berlin, Planungsverband Frankfurt)
- Langfristige Szenarien stadtregionaler Entwicklung

(Bundesministerium für Bildung und Forschung Stadt 2030)
- Strategien für Großstadtregionen im 21. Jahrhundert (gemeinsame
Arbeitsgruppe der Deutschen Akademie für Städtebau und
Landesplanung sowie der Akademie für Raumforschung und
Landesplanung)
- Praxisdatei zur kommunalen Planung in Großstädten (Deutscher Städtetag, Fachkommission Stadtplanung)

3. Zeitliche Entwicklung berufsbegleitender Tätigkeiten / Funktionen / Gremien- zugehörigkeit

1977— 1979 Bundessprecher der Referendare für den höheren technischen Verwaltungsdienst (Fachrichtung Städtebau)
1980— 1990 Leiter des Städtebauseminars der Baubehörde Hamburg (Fachhochschule Hamburg)
1985 — 1990 Sprecher der Regionalgruppe Nord (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung
1992— 1995 Mitglied des Hauptausschusses der Ministerkonferenz für Raumordnung
1996 — 2000 Mitglied der Fachkommission Städtebau der Arbeitsgemeinschaft der für Bau-, Wohn- und Siedlungswesen zuständigen Minister der Länder
seit 1990: Mitglied des Prüfungsauschusses Städtebau im Oberprüfungsamt für die höheren technischen Verwaltungsbeamten
seit 1995: Mitglied und Stellvertretender Vorsitzender (2000-2002) der Fach- kommission Stadtplanung des Deutschen Städtetages
seit 1996: Vorsitzender des wissenschaftlichen Kuratoriums des Institutes für Städtebau Berlin (DASL)
seit 2001: Mitglied des Fachbeirates „Stadt 2030“ Bundesministerium für Bildung und Forschung

4. Mitgliedschaften

seit 1983: Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung SRL)
1983 — 1992 Architekten und lngenieurverein (AIV) in Hamburg und
Frankfurt/Main dort auch Vorstand (1990-1992)
seit 1993: Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) seit 2001: Wissenschaftlicher Sekretär und Präsidiumsmitglied
seit 1996: Internationale Gesellschaft für Regional- und Landesplanung (ISoCaRP)
seit 1996: Akademie für Raumordnung und Landesplanung (ARL) bis 2000 korrespondierend, seit 2001 ordentliches Mitglied
seit 1997: Deutscher Werkbund Berlin
 Jakarta, Indonesia.